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Mit diesem Text gewann Markus Feldenkirchen den Axel-Springer-Preis 2007.
Berlin, Gesundheitsministerium, Büro der Ministerin, vergangenen Mittwoch. Sie steht vor 24 Knöpfen, die in die Wand eingelassen sind. Sie kann mit den Knöpfen die Jalousien für 24 Fenster steuern. Sie lässt die Jalousien hoch- und runterfahren, sie ist noch unschlüssig, ob sie es lieber hell oder dunkel haben will, dann entscheidet sie sich für hell.
"Ich bin doch ein Sonnenscheinchen", sagt Ulla Schmidt. Sie trägt ein schwarzes Sakko und Schuhe, aus denen vorn rote Zehennägel gucken. Sie geht quer durch ihr Büro und nimmt in einem schwarzen Ledersessel Platz.
Es soll ein Gespräch über ihre Gesundheitsreform werden.
Kein Problem, sagt Schmidt. Sie fängt an zu reden, sie kann wundervoll lächeln, während sie spricht, am Ende wird sie eine Stunde durchgelächelt haben.
Sie sagt, dass die Reform am Ersten Vierten Zweisieben in Kraft treten muss, damit der Fonds am Ersten Ersten Zweiacht kommen kann. Sie sagt auch, dass der Morbi-RSA nicht vor dem Ersten Ersten Zweineun kommen kann, "weil man da so lange braucht, um die Fakten zu machen". Die Ministerin steckt tief in der Materie.
Es klingt, als wäre alles stabil, als hätte sie den Prozess unter Kontrolle. Sie sagt, mit den Eckpunkten sei es so wie mit den Maschen am Pullover. "Wenn Sie anfangen, die aufzuzupfen, ist bald nichts mehr von Ihrem Pullover da. Ich wache deshalb wie eine Luchsin darüber, dass die Eckpunkte eins zu eins umgesetzt werden." Dasselbe hat Gerhard Schröder einst über die Hartz-Reformen gesagt.
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